Interessengemeinschaft weeNexx AG

Warum hat die Swiss Fintec Invest AG Konkursantrag gestellt?

Beratung vom Fachanwalt für weeNexx Insolvenz & Anlagebetrug

Die Gesellschaft betrieb selbst kein operatives Geschäft, sie stellte die Holding für eine Unternehmensgruppe dar und hielt die 100%igen Beteiligungen an den anderen weeGesellschaften.

Über diese Gesellschaften wurden, von der Firmengründung am 08.08.2010 bis zur Insolvenz der weeBusiness GmbH am 10.12.2020, mit Firmenschließung durch den Insolvenzverwalter zum 31.01.2021. rund 150 Mio.€ (eigene Angaben des Verwaltungsrates und der Vertriebsgesellschaften) an Investorengeldern eingesammelt. Diese Finanzmittel wurden von rund 20.000 Investoren über verschiedene Finanzierungsrunden (Lizenzpakete, Aktien und Token) akquiriert und in das weeGeschäftsmodell „Mobiles Bezahlen mit Cashback“ investiert. Aus diesen Anlegergeldern wurde neben den Provisionen für den Vertrieb, das Personal, die IT-Entwicklung, das Marketing und die Werbekampagnen bezahlt, sprich die Grundlage für den Marktplatz Aufbau gelegt. Daraus wurde die Marke „wee“ geschaffen.

Dazu gehörten vermeintlich gut 30.000 registrierte Einzelhändler und Onlineshops sowie 100.000 registrierte Kunden und fast 10.000 Vertriebspartner. Diese Zahlen widersprechen sich durchgängig in den unternehmenseigenen Medien. So werden im Oktober 2018, im geprüften White-Paper für den ICO, 30.000 Einzelhändler, 1.300 Onlineshops und 500.000 Kunden kommuniziert. Zeitgleich wird ein Videofilm zum virtuellen Börsengang veröffentlicht, in dem nur von 21.700 Händlern und 200.000 Nutzern die Rede ist. Ehliz selbst hat immer von einer Million Händlern weltweit als Vision gesprochen. Die COOINX präsentierte als Ziel eine Milliarde Kunden und 50 Millionen Händler.

Durch den Konkurs und die Liquidation der Swiss Fintec Invest AG ist dieser Unternehmenswert nicht mehr vorhanden.

Wertung:

Die ordnungsgemäße Zuführung der 7,1 Millionen aus Tschechien hätte den Konkurs vermeiden können. Umsätze erzielten die Unternehmen der wee-Gruppe zu 99% durch vereinnahmte Investorengelder der Vertriebe. Da hier teils mehr als 50% Provisionen ausgeschüttet wurden, war es unmöglich, das Projekt wee-Marktplatz erfolgreich zu entwickeln und umzusetzen.